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Wilder Westen in Berlin: Django Unchained

[slideshow_deploy id=’638′]Das Kinojahr beginnt blutig und mit rollenden Köpfen: Quentin Tarantinos neuer Film „Django  Unchained“ feierte am 8. Januar 2013 Deutschland-Premiere im verregneten Berlin. Gekoppelt an den Italo-Western, ist das Portrait des Sklaven „Django“ in Amerika zwei Jahre vor dem Bürgerkrieg angesiedelt. Der Cowboy-Look hält sich auf dem roten Teppich jedoch in Grenzen. Lediglich ein paar Damen flanieren in Cowgirl-Stiefeln in Richtung Kino.

Als der Remix-Song von James Brown und Tupac Shakur erklingt (auf dem Soundtrack des Films zu finden), ist sie jedoch da, die Tarantino-Atmosphäre. Regisseur und Drehbuchautor Quentin erscheint in flammender Lederjacke mit der Aufschrift „Kill Bill“. Ist Bill denn immer noch nicht tot?  Zumindest Tarantino ist es im Kino noch lange nicht. Zehn Jahre möchte er noch weiter arbeiten, dann sei Schluss. Ob Jamie Foxx (Hauptdarsteller in „Django Unchained“), Samuel L. Jackson und Christoph Waltz  nicht etwas dagegen einzuwenden hätten? Schließlich ist Tarantino ein guter Arbeitgeber. Es ist nicht das erste Mal, dass die Kombination von diesen hochkarätigen Schauspielern vorliegt.

Jamie Foxx betont emotional „Ich liebe es! Ich liebe es!“ und bezeichnet das Team mit Quentin als „ultimativ“. Nun fühle er sich wie ein richtiger Mann („I feel like a real man.“). Darüber hinaus versuchte Foxx ein „guter Cowboy“ zu sein („I tried to be a good Cowboy.“), weil er die Rolle des „Django“ als einmalige Chance verstehe. Der Legende nach war zunächst Will Smith für die Hauptrolle des neuen Tarantino-Streifens vorgesehen, doch dieser selbst schlug seinen „Ali“ (Film, 2001)-Kollegen Jamie Foxx vor. Den Django spielt Foxx gekonnt authentisch. Ob da nicht am Donnerstag, d. 10. Januar eine Oscar-Nominierung winkt?

Samuel L. Jackson sticht bei der Premiere heraus, mit seinem bonbonfarbenen Brillengestell und einer damit harmonierenden Krawatte. Auf die Frage, wie die Zusammenarbeit mit Leonardo DiCaprio (im Film als „Calvin Candy“ zu sehen) ablief, antwortet er mit einem müden Lächeln, dass er Leo immer gemocht habe und er ein guter Junge („a good kid“) sei. In „Django Unchained“ ist DiCaprio jedoch als Bösewicht zu sehen. Er ist der Sklavenhalter von „Broomhilda“, gespielt von Kerry Washington, die besonders das Ende des Films als „typisch Tarantino“ bezeichnet. Quentins Lieblingsszene im Film ist während der großen Schießerei. Jederzeit schießbereit ist Christoph Waltz als der deutsche Kopfgeldjäger Dr. Schultz. Laut Oliver Kalkhofe werde Waltz nun von der Welt wiederentdeckt. Kulturbanausen bekommen in „Django Unchained“  von Dr. Schultz sogar noch die Nibelungen-Sage  erzählt. Es sei nicht zu viel verraten. Nur eines darf man nicht vergessen: Bei Django wird das „D“ stumm gesprochen.

Eine ganz andere Rolle nimmt Jamie Foxx  bei der Party im Berliner Club Felix nach der Filmpremiere ein. Dort mimt er den DJ, mixt den Soundtrack des Films und feiert Tarantino. Dieser tanzte ausgelassen zusammen mit den anderen Schauspielern in die Berliner Nacht hinein.

Stephanie Schlanert, Foto © AAPimages

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